HUFLATTICH

Steckbrief:

  • Pflanzenart: Huflattich - tussilago farfara

  • Pflanzenfamilie: Asteraceae - Korbblütler

  • Volksnamen: Hufblatt, Fohlenfuß, Hustenkraut, Brustlattich

  • Verwendete Teile: Blüten und Blätter

  • Blütezeit: März - Juni

  • Sammelzeit: Blüten von März-Juni, Blätter bis August

Botanik

Der Huflattich ist eine bis ca. 30cm große Pflanze und wächst auf der gesamten Nordhalbkugel. Im Frühjahr erscheinen zunächst nur die weißfilzigen, schuppigen Blütenschäfte mit je 1 gelben Blütenkopf. Die hufeisenförmigen Blätter schlummern noch unter der Erde und entfalten sich erst nach der Blüte. Diese sind eckig gezähnt und an der Unterseite graufilzig. Der Schaft des Huflattichs ist gekennzeichnet durch eiförmige Schuppenblätter
Huflattich wächst an feuchten Wegränden, Dämmen, Schuttplätzen und Böschungen mit hoher Sonneneinstrahlung.

Inhaltsstoffe

Der Huflattich hat eine Vielzahl an Inhaltsstoffen, bekannt ist er vor allem wegen seiner Schleimstoffe, Gerbstoffe, Bitterstoffe, äth. Öl, Glykoside, eine Vielzahl an Mineralstoffen und Vitamin C. Weiters enthält er auch Spuren von sogenannten Pyrrolizitinalkaloiden, die in großen Mengen erbgutverändernd wirken.

Sidenote: Eine Pharmazeutin hat herausgefunden, dass diese Pyrrolizitinalkaloide nicht in Blütenknospen, Blütenständen und ganz jungen Blättern enthalten sind. Wer aber ganz sicher gehen will, kauft pyrrolizitinalkaloid-freien Huflattich in der Apotheke oder im Kräuterfachhandel.

Eigenschaften

schleimlösend, auswurffördernd, erweichend, hustenlindernd, entzündungshemmend, krampflösend, schweiß- und harntreibend sowie stopfend

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Anwendungen

Huflattich wurde schon in der Antike als Hustenmittel verwendet.
Innerlich als Tee, Oxymel oder Tinktur angewandt wirkt er schleimlösend bei trockenem Reizhusten und Husten mit zähem Schleim. Er bewährt sich aber auch bei Heiserkeit, Rachenkatarrh, Bronchitis und Asthma.
Äußerlich werden die Blätter in Form von Wickel oder Kompressen bei Unterschenkelgeschwüren, Venenentzündungen und Brandwunden aufgelegt.

Tee und Tinktur nur kurweise, für vier Wochen, anwenden. Danach eine zweiwöchige Pause einlegen.

 

 

Vorkommen

Der Huflattich bevorzugt feuchte, tonige und lehmige Böden und Böschungen mit hoher Sonneneinstrahlung. Auf schattigen Standorten haben besonders die Blätter eine geringere Heilwirkung.

 

 

Allgemeines

Huflattich ist eine Magnesiumeinschleuserpflanze. Weiters ist er ein super Ersatz für Tabak. Pfeiffen- und Zigarettenraucher können ihre Zigaretten mit getrockneten Huflattichblätter anstatt des üblichen Tabaks stopfen und diese rauchen. So helfen sie den typischen Raucherhusten zu stillen und tun der Brust und Lunge gut.

Naturfreunde nenen die Blätter des Huflattichs auch "des Wanderers Klopapier", da diese sehr groß, fest und unterseits weich behaart sind.

Verarbeitung

Getrocknete Huflattichblüten und -blätter kann man vielseitig verarbeiten: zu Tee, Sirup, als Ersatz für Kohl- oder Krautblätter oder als Räucherwerk

About

Bei Kathiswerkstatt bekommt ihr Informationen über meine aktuellen Workshops und Kräuterwanderungen sowie viele DIY-Rezepte zum selber ausprobieren.

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