LAVENDEL

Steckbrief:

 

  • Pflanzenart: Lavendel - lavandula angustifolia

  • Pflanzenfamilie: Lamiaceae - Lippenblütler

  • Volksnamen: Hirnkraut, Nervenkräutlein, Schwindelkraut

  • Verwendete Teile: Blüten

  • Blütezeit: Juli bis September

  • Sammelzeit: sobald sich Blüten öffnen

Botanik

Der Lavendel ist ein bis zu 1 Meter hoher, mehrjähriger Halbstrauch mit einer verholzten Basis und graugrünen, länglich-schmalen, an den Rängern leicht eingerollten Blättern. Im Hochsommer entwickelt er lange Blütenstängeln mit endständigen blau-grauvioletten Blüten, welche ihre Farbe auch nach dem Trocknen behalten.

Inhaltsstoffe

Der wertvollste und bekannteste Inhaltsstoff des Lavendels ist sein äth. Öl. Weiters findet man Gerbstoffe, Cumarine, Flavonoide, Harze, Glykoside, Cineol, Kampfer, Linalool und noch viele weitere. Allein das äth. Öl des Lavendel hat über 160 unterschiedliche Inhaltsstoffe.

Eigenschaften

beruhigend, schlaffördernd, belebend, durchblutend, desinfizierend, antiseptisch, krampflösend, hustenstillend, appetitanregend, drüsenanregend, galletreibend, nervenstärkend

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Anwendungen

Lavendel schafft bei einer Vielzahl an Leiden und Gebrechen Abhilfe.
Innerlich als Tee, Oxymel oder Tinktur angewandt hilft er bei Schlafstörungen, nervöser Erschöpfung, Blähungen, Verdauungsbeschwerden, nervösen Darm- und Bauchbeschwerden, Wechseljahrsbeschwerden, Harnverhalten, Migräne, Schwindel, Blutandrang im Kopf und Husten.

Äußerlich in Form von Einreibungen, Wickel oder Kompressen bei Ischias, Rheuma, neuralgischen Schmerzen, Quetschungen, Verrenkungen, Geschwülsten und Migräne.

In der franz. Küche wird der Lavendel auch gerne in der Küche zum Würzen von Käse, Salaten, Fischgerichten und Marmelade verwendet.


Tee und Tinktur nur kurweise, für vier Wochen, anwenden. Danach eine zweiwöchige Pause einlegen.

 

Allgemeines

Lavendel ist im südlichen Mittelmeerraum beheimatet und gelangte mit den Römern

und später dank der Klostermedizin in den Norden. Der Name lavandula leitet sich vom

lat. "lavare" ab und bedeutet "waschen". Im Mittelalter streute man Lavendel gegen die

Pest auf Fußböden, aber auch um Fliegen und Motten abzuhalten.

Der regelrechte Anbau von Lavendel fand im 16. Jahrhundert in England statt, es hat

aber auch vor Wien große Anbauversuche gegeben. Heutzutage kennt jeder die lila Felder

der Provence, wo großflächig Lavendel angebaut wird. Dabei handelt es sich aber nicht um

den echten Lavendel (lavandula angustifolia), sondern um Lavandin, einer Kreuzung aus

Echtem und Speiklavendel.

 

äth. Lavendelöl

Das äth. Lavendelöl, auch Lavendel fein genannt, ist eines der bekanntesten und beliebtesten äth. Öle. Aufgrund seines umfangreichen Wirkspektrums gilt es als ein Öl, dass jedes Wehwehchen heilen und pflegen kann. Eine spannende Eigenschaft dieses Öles ist es, dass es gleichzeitig entspannend und anregend/belebend wirkt. Es wird direkt auf die Haut aufgetragen; bei sehr empfindlicher Haut eventuell davor etwas fettes Öl wie z.B. Hanföl oder Nachtkerzenöl auftragen.

Gewonnen wird dieses Öl durch Wasserdampdestillation der frisch geschnittenen, blühenden Rispen. 120 kg Blüten ergeben 1kg ätherisches Öl.

 

Verarbeitung

Getrockneten Lavendel kann man vielseitig verarbeiten: zu Tee, Lavendelsäcken zum

besseren Schlafen, zu Lavendelessig, als Gewürz, als Badezusatz oder zu Mottenschutz

bzw. Raumluftdesinfizierer

About

Bei Kathiswerkstatt bekommt ihr Informationen über meine aktuellen Workshops und Kräuterwanderungen sowie viele DIY-Rezepte zum selber ausprobieren.

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